AUSZUG für den Gästebereich! Alte WEAVER-Modelle - ein Beispiel!

12.12.2019 13:36
avatar  Alessio
#1
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Hallo -
im US-0-Bereich gab es bis vor ein paar Jahren den US-amerikanischen Hersteller WEAVER, der sowohl 3Rail- als auch 2Rail-Modelle (Spur-0-Kunsststoffmodelle) mittlerer Qualität und Güte in USA (und nicht in China) produzierte (es gab auch Messing-Loks recht guter Qualität).

Die Modellqualität liegt in etwa nahe der Atlas-Trainman-Qualität. Alte Modelle sind schlechter detailliert und teils miserabel bedruckt.

Allerdings ist man manchmal auf Second-Hand-WEAVER-Modelle der älteren Generation angewiesen, wenn man Rollmaterial für eine exotische Gesellschaft (z. B. Monon aus Indiana) sucht. Denn bei Atlas finden sich oft leider nicht genügend Modelle der Exoten. MTH, LIONEL und WEAVER boten und bieten im Hinblick auf Exoten mehr Auswahl als Atlas.

Für die von mir neu "ins Programm aufgenommene" Gesellschaft "Monon" fand ich in USA einen gut zu gebrauchenden 2-Bay-Hopper, den ich nachfolgend kurz vorstellen möchte.


ÜBERSETZUNG für unsere ausländischen Gäste:

TRANSLATION for our foreign guests:

Hi -
In the US-0 area there was the US manufacturer WEAVER until a few years ago, which produced both 3Rail and 2Rail models (gauge 0 plastic models) of medium quality in the USA (and not in China) ( There were also brass locos of fairly good quality).

The model quality is close to the Atlas Trainman quality. Old models are inferior in detail and partly miserably printed.

However, you are sometimes dependent on second-hand WEAVER models of the older generation if you are looking for rolling stock for an exotic company (e.g. Monon from Indiana). Unfortunately Atlas often does not have enough exotic models. MTH, LIONEL and WEAVER offered and offer more choices than Atlas in terms of exotic.

For the company "Monon", which I recently "started", I found a well-used 2-bay-hopper in the USA, which I would like to briefly introduce below.

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Was nun die Preise betrifft, gibt es dazu keine "Marktpreise", denn die Wertigkeit ist zu individuell. Wer etwas Spezielles sucht, der wird stets auch einen speziellen Preis zahlen müssen. So kostete der hier vorgestellte Waggon 42,50 USD plus 30 USD Shipping plus 19 % deutsche Einfuhrumsatzsteuer. Gute 80 € muss man schon ansetzen für einen intakten Exoten im Originalkarton. Tauschradsätze dazu - schon ist man bei gut 100 €.

"Take time for your dreams, before time takes your dreams!"
- Alessio


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12.12.2019 14:24
#2
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Moinsen, Alessio,

Interessant. Ich habe einen "späten" "Lehigh Valley"-Hopper von Weaver, mit dem einst meine US-Sammlung in Spur Null startete. Mangelnde Details kann man dem aber nicht vorwerfen, er ist in etwa auf Lenz-Niveau - mit einzeln eingesetzten Griffstangen usw. Auf dem Hauptgleis steht gerade eine Alco RS-11, auch von Weaver, in der (bei diesem Loktyp) Phantasielackierung der Union Pacific. Die ist ein wenig "hemdsärmeliger" in der Ausführung, aber ich kann sie dennoch ohne Probleme vor Dein "Observation Car" der B&O spannen, ohne dass sich das beißt. Da scheint es tatsächlich verschiedene Phasen gegeben zu haben, Weaver ist nicht gleich Weaver.

Gruß vom Hans


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12.12.2019 15:58
avatar  Alessio
#3
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- Alessio

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21.04.2020 20:48
avatar  Alessio
#4
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Hallo -
zur Vervollständigung nun der patinierte WEAVER-Hopper:








.|addpics|2k2-4b-f96e.jpg|/addpics|

"Take time for your dreams, before time takes your dreams!"
- Alessio


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21.04.2020 21:56
#5
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Mit der Patinierung fällt die krude Ausführung kaum noch auf. Gut!

Gruß vom Hans


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21.04.2020 23:25
avatar  Alessio
#6
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Danke, Hans - durch die Verwitterung kommen bei dem WEAVER-Modell sehr schön die Nieten etwas stärker zum Vorschein.
Wichtig ist grundsätzlich, dass der Plastik-Touch verschwindet.


"Take time for your dreams, before time takes your dreams!"
- Alessio


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08.05.2020 12:01
#7
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Jepp, das schaut jetzt wirklich aus wie angerostete Metallwände. Übrigens habe ich nochmal nachgeschaut: Mein Weaver-Hopper ist im Detaillierungsgrad her wirklich einem Atlas-Master-Modell ähnlich. Am Wochenende mache ich vielleicht ein paar Bilder.

Hinter meiner SD 70 Ace hängen gerade ganz epochenwidrig ein 40-Fuß-Boxcar aus der Master-Serie und dahinter ein normaler Trainman-Güterwagen mit ähnlichem Vorbild, beide noch aus der Ära, in der Dachläufe erlaubt waren. Im direkten Nebeneinander sind die Unterschiede schon deutlich, spätestens auf zwei Meter Abstand werden sie allerdings bedeutungslos, weil man dann nicht mehr sieht, ob eine Griffstange angespritzt oder einzeln eingesetzt ist.
Wichtiger ist mir persönlich, dass die Radsätze auch innen detailliert sind und niedrige Spurkränze haben.

Eine ganz alte Roco/Atlas-F3 habe ich vor ein paar Jahren mit NWSL-Radsätzen inklusive Zahnrad (genau, jenes, das immer kaputt geht...) entscheidend aufgerüstet. Die haben die ganz niedrigen "Proto 48"-Spurkränze, aber normale Spurweite, so dass sie ohne Entgleisung auch durch meine Lenz-Weichen kommen.

Was man sich auch noch überlegen kann, ich selbst bin davor bisher allerdings zurückgeschreckt, ist der Umstieg auf vorbildgerechtere Kupplungen. Da gibt es ein paar bemerkenswerte Konstruktionen, die allerdings nicht unbedingt Kadee-kompatibel sind. Mein derzeitiger Kompromiss: Ich rüste, wo es geht, auf die 7er Linie von Kadee um, weil die Kupplungsköpfe vorbildgerechter aussehen, als die 8er mit ihren außenliegenden Federn.

Zu Deinem Hopper noch ein Vorschlag:
Ein paar Beulen oder sogar Reparaturflicken sind bei einem im täglichen Einsatz stehenden Güterwagen nicht Ausnahme, sondern Normalfall. Zu deutsch: Richte ihn ordentlich zu, aber nicht hin...

Lieber Gruß aus dem Fürther Homeoffice vom Hans


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08.05.2020 15:31
avatar  Alessio
#8
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Danke, Reparaturflicken sind tatsächlich die Krönung! Es gab einmal von HÜBNER ein Set mit Reparaturflicken, leider seit 10 Jahren nicht mehr zu bekommen.
Bei den Reparaturflicken ist zu bedenken, dass die oft draufgenietet wurden oder aber man diese beim Vorbild einschweißte. Nietennachbildung ist im Modell maßstäblich korrekt fast unmöglich,

Schweißnähnte probiere ich aus, ob die farblich abgesetzt wirken.

"Take time for your dreams, before time takes your dreams!"
- Alessio


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08.05.2020 17:24
#9
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Hallo Alessio,
die Nachbildung von Nieten im Modell muß nicht so schwierig werden.
Da gibt es nämlich von
http://www.archertransfers.com/
Abziehbilder/Naßschieber mit dreidimensionalen Nieten drin, als surface details gepriesen.
http://www.archertransfers.com/SurfaceDetailsMain.html
Außer Nieten findet man dort auch z.B. Schweißnähte, die ja für eine angedeutete Reparatur auch geeignet wären.
Da Du die Wagen ja sowieso noch überlackierst, ist das eine einfache Möglichkeit da Reparaturflicken mit darzustellen.

Give it a try.
Gruß
Rainer


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08.05.2020 23:02
avatar  Alessio
#10
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Sehr guter Tipp, Rainer!!
Werde mir das mal ansehen. Resin-Nieten als Decals, tolle Idee des Herstellers.

"Take time for your dreams, before time takes your dreams!"
- Alessio

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