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RE: ANLAGENPLANUNG und -BAU: Komplex "Minen".

#16 von Alessio , 24.06.2019 00:43

Hallo -
nun sind sämtliche Minenfahrzeuge patiniert worden -

auch der Bantam-Kleinbagger und der Dodge Power Wagon:


Der Dodge:






Der Bantam-C35-Kleinbagger:













So hätte vermutlich die Szene als s/w-Foto der Steam-Era in den 1950er Jahren ausgesehen:


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RE: ANLAGENPLANUNG und -BAU: Komplex "Minen".

#17 von Alessio , 19.07.2019 00:02

Für den Gästebereich!


Hallo -
ich bin nun konkret dabei, meine Minen-Nebenszenen-Planung zu komplettieren und dann auch zu verwirklichen.

Bei jeder Minen-Planung sind wenigstens vier Fragen als Grundlagen zunächst zu klären:

a) Welche Minen-Art möchte man im Modell imitieren. Zum Beispiel: Kohlenmine, Goldmine, Kupfermine, Uranmine usw.
b) Um welche Größenordnung soll es sich handeln? Kleinmine oder Großmine?
c) Welche Fördertechnik wird bevorzugt? Tagebau oder Stollenförderung?
d) In welcher Epoche soll die Minen-Szene angesiedelt sein?

Da ich mich für meine Verhältnisse nicht auf nur eine Lösung konzentrieren will, plane ich in der Epoche 3, also WWII-Nachkriegszeit bis zum Ende der Steam-Era - und darin sowohl Tagebau als auch Stollenförderung in einer mittelgroßen Mine. Ich tendiere dazu, eine Goldmine darzustellen.

Je nach Fördergut muss man sich nicht nur um die Fördertechnik selbst, sondern auch um die Art und Weise der Weiterverarbeitung des Fördergutes und des Transportes kümmern.

Bei einer Goldmine sind u. a. zu entscheiden, ob man das Fördergut (goldhaltiges Gestein/Erdreich) vor Ort zerkleinert/bricht und zur Ausbeute "wäscht" und später nur den Abraum wegtransportiert oder das komplette (noch ungewaschene) grobe Fördergut zu einer externen Brech- und Waschanlage per Bahn transportiert.

Natürlich ist auch zu entscheiden, ob jeweils Regelspur oder Schmalspur zum Einsatz kommt - oder gar beide Spuren vertreten sein sollen (Letzteres plane ich).

Aber dazu später mehr.


Zunächst zwei meiner Grund-Gebäudemodelle (Gebäudefunktion und Anordnung erläutere ich später noch!):







Folgende Stellprobe zeigt sowohl Normal-/Regelspur als auch Schmalspur:














Zu den beiden gezeigten Lokmodellen:
Man sieht, dass der 30-ton-Diesel-Switcher der D&RGW (obwohl Schmalspur-Lok) durchaus mächtig daherkommt. Der Plymouth-Switcher ist zwar Normal-/Regelspur, aber eher ein Leichtgewicht (20 ton) und kleiner.



Für den Regelspurbereich kann man sehr gut die uralten ATLAS-Ore-Cars verwenden:







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RE: ANLAGENPLANUNG und -BAU: Komplex "Minen".

#18 von Alessio , 19.07.2019 01:01

Hallo -
Regelspur-Kipploren werden von den üblichen "Scale-Herstellern" in 0 nicht angeboten.

Ich suchte aber solche für mein Minenprojekt.

Fündig wurde ich im "Spielzeugsektor" bei Faller. Dieser Hersteller hat im Rahmen seines E-Train-Programms für Spur 0 solche Modelle hergestellt.

Zunächst einmal sind das abschreckende Modelle aus der Sicht des Fine-Scalers:
Farbenfroh und teils recht grob, zudem hinsichtlich der Kupplungen und Radsätze nicht 2Rail-mäßig.




Zunächst wurden die Modelle grob umlackiert:
















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RE: ANLAGENPLANUNG und -BAU: Komplex "Minen".

#19 von Alessio , 22.07.2019 00:23

Hallo -
Planung ist nichts Statisches: Sie verändert sich - je nachdem, welche neuen Erkenntniss man bekommt. So verhält es sich auch mit meiner Minen-Projekt-Planung.
Ich hatte oben angesprochen, dass - neben der Regelspurbahn 0 - auch die Schmalspurbahn zum Einsatz kommt, und zwar Nenngröße 0n3.

>>> Nun disponierte ich um und werde wegen der möglichen engeren Radien die Schmalspurbahn in Nenngröße 0n30 bauen.

Generelles zur Schmalspur in 0:
Von 0n3 zu unterscheiden ist die Nenngröße 0n30, sie hat zum Vorbild z. B. vor allem amerikanische Waldbahnen und Minenbahnen, die beim Vorbild auf 762-mm-Gleisen rollen. Für entsprechende 0n30-Modelle (die gibt es z. B. von BACHMANN) werden oft H0-Gleise verwendet. Zweckmäßiger/vorbildgerechter aber sind die 0n30-Gleise (Code 100) von PECO.

Kompetenter deutscher Lieferant
u. a. für alle US-Schmalspurartikel, insbesondere für 0n30, ist Rainer Drexler: Gut sortiert, seit Jahren bewährter, sehr freundlicher, flotter Service!
Hier geht´s zur Website bzw. zum Shop:
https://www.rd-hobby.de/de-de/

Bewährter 0-Regelspur-Lieferant mit ausgezeichnetem technischen Service (z. B. Umbauten, DCC-/Soundzurüstungen) ist das Duo Harald Werk und Ralf Neumann.
Website:
http://am-spur-null.com/index.php?p=1_30_Impressum


Zur Schmalspur noch die Unterschiede:
Folgende Spurweiten im Maßstab 1:48 wurden durch die National Model Railroad Association (NMRA) festgelegt:
Spur Bezeichnung Modell-Spurweite Vorbild-Spurweite
0 Normalspur 32 mm 1435 mm (4 Fuß 8½ Zoll)
0n3 Schmalspur 19,1 mm 914 mm (3 Fuß)
0n30 (0n2½) Schmalsp. 16,5 mm 762 mm (2½ Fuß bzw. 30 Zoll)
0n2 Schmalspur 12,7 mm 610 mm (2 Fuß)


Zurück zu meinem Projekt!
Zum Einsatz kommt für den Tagebau-Gesteinstransport bzw. die Bergstollenförderung dieses 0n30-Rollmaterial der "Midwest Quarry & Mining Company" (Hersteller; Bachmann):

$449.00 + Sound-Modul $129.00






Bachmann bietet auch Loren an!










Sechstes Gebäude (wird noch separat vorgestellt, wenn es umlackiert worden ist):












>>>> TIPP:


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#20 von Alessio , 24.07.2019 22:12

Hallo -
hier noch ein paar Details zur bereits in Beitrag # 19 kurz vorgestelletn 0n30-Diesellok.














Für alle Leser, denen die Spurweiten-Unterschiede zwischen 0, 0n3 und 0n30 nicht so geläufig sind, die folgenden Abbildungen:





Gelegentlich liest man, dass handelsübliche (Regelspur-)Gleise der Nenngröße H0 (1:87) für 0n30 verwendet werden können. Dies deshalb, weil diese Spur auch 16,5 mm misst - wie die Spur 0n30.
A b e r:
Das ist ein "fauler" Kompromiss, denn bereits an den Schwellen zeigen sich die Maßstabsunterschiede. Besser ist also, für 0n30 die maßstabgerechten 1:48-PECO-Gleise und -Weichen zu verwenden.


Besonders akribische 0n30-Modellbauer nutzen das hervorragende 0n30-Selbstbau-Gleis (plus Weichen!) von WENZ:
https://wenz-modellbau.eshop.t-online.de..._0/gleisbau0n30


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RE: ANLAGENPLANUNG und -BAU: Komplex "Minen".

#21 von Alessio , 01.08.2019 16:44

Hallo -
nun ging´s bei mir weiter mit der Planung sowie mit der Gebäudekomposition für mein Projekt "US-Goldmine mit Regel- und Schmalspur-Anschluss".

Oben in Beitrag # 19 hatte ich bereits erwähnt, dass ich Alt-Minen-Gebäude sowie eine relativ moderne Anlage (als sechstes Gebäude) zum Brechen des Gesteins und zur Goldwäsche als Minen-Komplex kombinieren will.

Dazu wählte ich (als sechstes Gebäude des Komplexes) ein recht ansehnliches Fertiggebäude für Spur 0 des US-Herstellers MENARDS aus. Das ist eigentlich ein Modell für eine "Salz-Mine". Preis des Modells mit Versand und Einfuhrumsatzsteuer rd. 250 €.

Es kam jetzt aus USA an - so sieht´s original aus, aber so sollte es farblich für meine Mine absolut nicht bleiben ....




Das farbenfrohe Original-Modell musste ein paar Umlackierungs-/Patinierungs-Stadien über sich ergehen lassen, um jetzt so "minenmäßig" auszusehen.

Zunächst wurde das Modell komplett in einem lichten Olivton coloriert:




Hier nun meine "neue" Steinbrech- und Goldwasch-Anlage" im Endzustand als erste Stellprobe zunächst nur mit einem der fünf Alt-Gebäude kombiniert:


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RE: ANLAGENPLANUNG und -BAU: Komplex "Minen".

#22 von Alessio , 02.08.2019 11:19

Hallo -
Planung und Stellproben ergänzen sich, bevor man die gesamte Konzeption endgültig angeht.

Hier nun die Goldmine mit den fünf Funktionsgebäuden (es fehlt noch das Verwaltungsgebäude als sechstes Gebäude);
dieser gesamte Funktions-Komplex misst rd. 1,10 m in der Breite. Das höchste Gebäude ist die Brech-/Waschanlage mit rd. 42 cm.
Wie sich aus dem Planungs-Foto (ganz unten) ergibt, wird aber das Gebirge hinter den Funktionsgebäuden nochmals um etwa 40 cm Höhe einnehmen; es wird demnach insgesamt etwa 80 cm hoch.





Mittig angeordnet die zentrale Steinbrech-/Goldwaschanlage:


















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#23 von Palladio , 02.08.2019 11:28

Klasse! jetzt fehlt eigentlich nur noch die Goldader... :-)

 
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RE: ANLAGENPLANUNG und -BAU: Komplex "Minen".

#24 von Alessio , 02.08.2019 11:53

Hallo und besten Dank!
Ja, die GOLD-Ader wird noch gesucht ...
Das "handliche" Endergebnis kennt man. Als "Notgroschen" stets willkommen, sowas zu bunkern.


Tagespreis für 500 g liegt bei 21.000 €.

Ein paar Daten zum Edel-Metall "Gold":

Chem. Symbol für Gold = Au (von lat. aurum). Gold ist ein chemisches Element mit der Ordnungszahl 79 im periodischen System der chemischen Elemente.
Gold besteht nur aus einem einzigen Isotop, nämlich Gold 197.
Der Atomkern besteht aus 79 Protonen und 118 Neutronen. Um ihn kreisen 79 negativ geladene Elektronen.
Die relative Atommasse auf Kohlenstoff bezogen = 196,9665
Härte = 2,3; spezifisches Gewicht = 19,32; Schmelzpunkt = 1063°C; Siedepunkt = 2966°C
Durchschnittlich geschätzter Goldgehalt der Erdkruste = 0,004 - 0,005 g/Tonne.
Durchschnittlicher Goldgehalt im Meerwasser = 0,001 - 0,004 mg/cbm
Bisher gefördert ca. 150.000 Tonnen; noch nicht gefördert schätzungsweise 5 Millionen Tonnen.
Goldfördermenge weltweit in 2018: rd. 3.350 Tonnen.

Etwas zum Abbau von Gold:

Es gibt verschiedene Methoden, Gold abzubauen, die jeweils bei unterschiedlichen Goldvorkommen verwendet werden.

Man unterscheidet zwischen primären und sekundären Lagerstätten. Primäre Lagerstätten zeichnen sich dadurch aus, dass das Gold erst aus der Gesteinsmasse extrahiert werden muss. Sekundär vorkommendes Gold ist bereits aus dem Gestein gelöst. Je nach Vorkommen wird Gold entweder im Untertagebau oder Tagebau gewonnen. Die tiefste Goldmine der Welt befindet sich in Südafrika. Dort wird Gold in einer Tiefe von 4.000 Metern unter der Erde abgebaut.

Für die Gewinnung/Extraktion des Edel-Metalls aus dem Gestein gibt es eine Reihe unterschiedlicher Verfahren: Goldwaschen, Amalgamverfahren, Cyanidlaugerei und Anodenschlammverfahren sind nur einige davon. Das Waschen von Gold (meist aus Flüssen) oder aus mechanisch zuvor zerkleinertem Gestein (Golderz) ist die älteste Methode zur Gewinnung von Gold. Vorteilhaft an diesem Verfahren ist die Umweltverträglichkeit, von Nachteil ist der hohe Aufwand, der damit verbunden ist. Im Mittelalter wurden Golderze gemahlen, mit Quecksilber vermengt und erhitzt, um Feingold zu gewinnen. Dieses Verfahren nennt man Amalgamverfahren. Aufgrund der hohen Risiken für Mensch und Umwelt, die mit diesem Verfahren verbunden sind, findet diese Methode heute nur noch ganz selten Anwendung. Das Gleiche gilt auch für die Methode der Cyanidlaugerei, bei der Gold durch die chemische Reaktion mit Natriumcyanid extrahiert wird. Die Methode, die heutzutage am häufigsten angewendet wird, ist das Anodenschlammverfahren. Dabei wird Kupfer, das Gold enthält, in einem elektrochemischen Prozess in seine Bestandteile zerlegt und so Feingold gewonnen.



Zurück zum Modellbau!

Wie von mir aus öffentlich gezeigten Dioramen-Videos aufgenommen, wird die Erz-Anlieferung aus Gebirgs-Stollen per Schmalspurbahn in etwa so aussehen:



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